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LebensWandel

Wechseljahre ein Natur-Ereignis

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Unser erster Blogeintrag

25. Juni 2022

Wechseljahre – Fluch oder Segen – Absturz oder Chance?

Manche Frauen erkennen sich in den Wechseljahren selbst nicht wieder. Ihre Stimmungsschwankungen nehmen zu und sind nicht mehr in den Griff zu bekommen.

Sie können - je nach Anlass - launisch, zornig, ungerecht, laut oder weinerlich sein. Viele Frauen fühlen sich ihren ständig wechselnden Gefühlen ausgeliefert.

Darunter kann auch das Umfeld der Frauen leiden. Aus ehemals lebhaften, gesunden und fröhlichen Frauen, die ihre Familien gut unterstützten, wird plötzlich oder auch schleichend eine von Schmerz geplagte, vor sich selbst erschreckende, die Familie tyrannisierende Frau. (natürlich sehr überspitzt)

Immer wieder diese Hormone

Die Hormone, die der weibliche Körper produziert, werden im Laufe der Jahre immer weniger.

Im Alter zwischen ca. 15 und 40 Jahren, dienen Hormone in erster Linie zum Erhalt der menschlichen Rasse.

Ab dem Beginn der Prämenopause ist Mutter Natur der Auffassung, dass Frauen nicht mehr vorrangig für den Nachwuchs und zur Reproduktion unsere Spezies bestimmt sind. Die Produktion von Progesteron wird eingestellt und der Entzug des Gelbkörperhormons bewirkt, dass die Fruchtbarkeit der Frauen abnimmt. Die Periode wird unregelmäßig und bleibt aus.

Zu all diesen körperlichen Veränderungen kommen nun auch die psychischen Probleme hinzu.

Die Erkenntnis keine Kinder mehr bekommen zu können, stürzt manche Frau in eine Identitätskrise. Aber auch die Angst noch einmal ungewollt schwanger zu werden, schwingt häufig mit.

Außerdem weiß man heute, dass viele wechseljahrtypischen Symptome nicht unbedingt der hormonellen Umstellung geschuldet sind. Es fällt auf, dass viele, der zu den Wechseljahren assoziierten Beschwerden, mit den durch Stress ausgelösten Beschwerden identisch sind.

Manche bezeichnen diese Beschwerden als “den ganz normalen alltäglichen Wahnsinn“, die durch viele verschiedene Faktoren ausgelöst werden können. Man spricht hier auch vom Dominoeffekt.

Hitzewallungen und Schlafstörungen sind nur zwei Symptome, die Stimmungsschwankungen nach sich ziehen können. Allerdings können Überforderung, latente Konflikte und vor allem anhaltender Stress ebenfalls zu Stimmungsschwankungen führen und das hat dann nichts mit den Hormonen zu tun.

Nur wenn die Frau ehrlich zu sich selbst ist, kann man die Gründe für die Stimmungsschwankungen wirklich herausfinden.

Zur Ruhe kommen

Wichtig ist, sich immer wieder Ruhephasen zu gönnen. Auszuprobieren was tut einem Gut. Hier können verschiedene Entspannungstechniken geeignet sein.

Hier einige Möglichkeiten:

Autogenes Training, ist eine Entspannungs-Methode, die auf Autosuggestion basiert. Es ist eine Methode, mit derer man einen Zustand der Entspannung - selbständig mit Hilfe der Vorstellungskraft - erlangen kann. Es entsteht ein hypnoseähnlicher Zustand mit einem Gefühl tiefer Entspannung. Diese Technik wird vorzugsweise und mit großem Erfolg zur Behebung von Störungen des Konzentrationsvermögen, bei Spannungs- und Angstzuständen, bei Ein- und Durchschlafschwierigkeiten, so wie bei Nervosität und Stress angewandt. Hierfür sollte man einen Kurs unter fachkundiger Anleitung machen.

Progressive Muskelentspannung, ist eine Methode, die der Arzt Edmund Jacobson 1934 entwickelte. Er hat beobachtet, dass es einen Zusammenhang zwischen psychischer Spannung und Muskelspannung gibt. Das heißt, ein Mensch der seelisch angespannt ist, ist auch muskulär angespannt. Umgekehrt ist durch ein gezieltes An- und Entspannen der verschiedenen Muskelgruppen ein Abbau fast aller Muskelspannungen möglich. Dadurch kommt es zu einem Gefühl tiefer Entspannung.

Massagen, hierbei sollte man reine Wellnessmassagen zur Entspannung und zur Pflege wählen. Für viele Menschen ist es angenehm, Entspannung und Wohlgefühl von außen zu erfahren. Es gibt verschiedene Entspannungsmassagen wie zum Beispiel Aromamassage, Fußreflexzonenmassage, Hot Stone Massage und Klangschalenmassage. Sie alle beeinflussen die ganzheitliche Gesundheit zwischen Seele und Körper.

Aber auch ein Spaziergang an der frischen Luft - zum Beispiel durch den Wald - ist eine wunderbare Art zur Ruhe zu kommen und Energie zu sammeln. Ein Waldbesuch ist gut für Körper, Seele und Geist. Die sogenannten Terpene-Moleküle, die von den Bäumen abgesondert werden, sind verantwortlich für die positiven Effekte des Waldes. Sie stärken unsere Abwehrkräfte. Aber auch die Ruhe, die Gerüche, die sanfte Geräuschkulisse und die vielen Farben haben eine zutiefst beruhigende Wirkung auf den Menschen.

Ein gutes Buch, eine Tasse Tee oder Kaffee und einfach mal ein paar Minuten dem Alltag entfliehen reichen oft schon aus, um wieder etwas Kraft zum weiter machen zu sammeln.

Rückschau und Bilanz ziehen

In der Mitte ihres Lebens schauen viele Frauen zurück und ziehen Bilanz. Verpasste Lebenschancen und unerfüllte Wünsche drängen sich immer öfter in ihre Gedanken. Aber natürlich auch die Frage wie das Leben weiter gehen soll.

Oft werden sich die Frauen bewusst, dass sie sich in einer Situation befinden, in der sie nicht mehr glücklich sind. Leider stecken viele Frauen noch in den alten klischeehaften Rollenbildern fest.

Aber gerade in der Zeit des Wandels ist es wichtig, dass die Frauen ihren Zorn, ihre Wut und auch ihre Traurigkeit rauslassen können. Zurückweisungen und Kränkungen dürfen nicht heruntergeschluckt werden. Destruktive Verhaltensmuster müssen durchbrochen werden. Statt den Kopf über das Herz zu stellen, ist es nun an der Zeit Gefühle wahr- und anzunehmen. Frauen sollten die Möglichkeit nutzen das Gespräch zu suchen.

Eine gute Ansprechpartnerin / Beraterin zu haben ist Goldwert. Ihr kann man seine Gefühle, seine Bedürfnisse und seine Wünsche mitteilen. Der Austausch und die Annahme helfen, sich nicht allein zu fühlen. Zu wissen, dass man nicht die Einzige ist, der es so geht, ist wichtig und gut.

Mit Gesprächen und kognitiven Methoden gelingt es der Beraterin Hilfe zur Selbsthilfe zu geben und die Frauen wieder in ihrer Kraft zu bringen und das Leben zu leben, das sie sich vorstellen und wünschen.